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Thanksgiving

Thanksgiving ist ein Feiertag in den USA und ein grosser Trubel. Zu Thanksgiving gibt es in den USA traditionell einen Truthahn meist aus dem Backofen und gefüllt, aber heutzutage manchmal auch frittiert. Da kann man dann eine Friteuse kaufen, in die ein ganzer Truthahn passt, unglaublich.

Für uns war Thanksgiving hauptsächlich ein nettes verlängertes Wochenende, da der Freitag, auch frei war. Da Geri und Dan sich im Moment auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik befinden, konnten wir uns auch nirgendwo zum Truthahn einladen und haben das ganze Wochenende für uns. Jens arbeitet wieder mal an seiner Diss und ich nutze die Gelegenheit, das Tagebuch soweit zu vervollständigen, dass es heute abend vielleicht noch online gehen kann.

Donnerstag, der Thanksgivingtag selber, haben wir dann hier so vor uns hin gearbeitet und haben dann abends beschlossen, dass wir doch noch ein wenig einkaufen mü,ssen. Das kann man hier ja Sonntags, Feiertags und an allen anderen Tagen auch machen. Also wir zum Walmart, und haben uns dann erst mal bis kurz vor acht in dem Laden rumgetrieben und Jeans und T-Shirts und diverse Lebensmittel gekauft. Dann hatten wir beschlossen, dass wir doch nicht weiter mit den Wegwerfkameras arbeiten wollen, sondern doch eine richtige Kamera haben wollten. Und wenn schon denn schon, wir wollten also eine Digitalkamera. Also sind wir um kurz nach acht auf den Parkplatz vom Best Buy, einer günstigen Elektromarktkette. Komisch, alles dunkel, keine Autos auf dem Parkplatz, hier gibt es doch Tage an dem Geschäfte geschlossen sind!

Also sind wir schlau und fahren am nächsten morgen früh wieder zum Best Buy. Schlau sind wir, weil wir uns denken, nach dem Feiertag haben viele Leute frei und werden den Tag zum Einkaufen nutzen und wenn wir gegen kurz vor zehn wieder aus dem Laden raus sind, sind alle Amis gerade erst mit dem Früstück fertig. Denkste, hat sich was. Ab Freitag nach Thanksgiving ist hier völlig der Weihnachtsstress ausgebrochen. Man wird nicht nur mit aller möglichen und unmöglichen Werbung zugeballert, nein, die Amis glauben auch noch, dass sie hier ein besonders gutes Schnäppchen machen. Als wir am Best Buy ankommen ist der Parkplatz gerappelt voll, manche Autos parken schon auf der Rasenfläche um den Parkplatz drumherum. Und in dem Laden: Unmengen von Kassen, nicht nur am Ausgang nein, auch mitten drin und überall riesige Menschenschlangen. Wir kaufen unsere Digitalkamera trotzdem und fragen mal vorsichtig bei der Kassierin nach, wie lange das denn wohl schon so geht. Sie ist seit fünf Uhr morgens da und der Laden hat seit sechs auf. Einige Kunden sollen wohl die Nacht vor dem Laden verbracht haben, einer hätte ihr erzählt, er hätte seit ein Uhr morgens vor der Tür gestanden. Das ist ja schlimmer als der neue Aldi-Pc und Sommerschlussverkauf zusammen! Wir sind nur ganz schnell wieder aus dem Laden raus und an dem Freitag auch in keinen Laden wieder rein!

Dann mussten wir natürlich unsere neue Kamera ausprobieren. Unsere ersten Photos mit der neuen Kamera könnt ihr im Photoalbum bewundern.

Am Samstag haben wir uns dann in unser Auto gesetzt und sind nach Danville, Ky gefahren. Da gibt es den nächsten Aldi unserer Umgebung! Und der ist fast so wie in Deutschland: Man muss für seinen Einkaufswagen einen Quarter (25 Cent Münze) einwerfen und dann hinein ins Vergnügen. Pappkartons wie von Aldi gewohnt und gewohnt billig. Das Angebot war dann eher amerikanisch, aber wir haben ein paar Sachen gefunden, die man auch im deutschen Aldi findet: Danish Butter Cookies, zum Beispiel. Ausserdem gab es auf den Sonderangebotsflächen Rosinen mit Schokoüberzug und Quality Street (auch wenn die hier nur simpel English Toffees heissen, sie sind es wirklich). Und das highlight war der echt deutsche Weihnachtsstollen, original aus Deutschland importiert. (Bei der Gelegenheit haben wir dann auch gelernt, dass Persipan ein deutsches Wort ist und eine Art Marzipan-Ersatz ist, der Stollen ist nälich mit Persipan gefüllt. Dem Internet sei Dank für das Auffüllen dieser Wissenslücke.)

Ansonsten ist Aldi wie man es gewohnt ist, bei den meisten Sachen ein wenig günstiger als alle anderen Supermärkte. Der monatliche Grosseinkauf wird wohl ab jetzt da stattfinden. Die Kassiererin, die erst etwas muffelig war, aber auftaute, als wir ihr sagten, dass wir aus Deutschland kämen, wollte erst gar nicht glauben, dass in Deutschland die Aldimärkte wirklich genauso aussehen und nicht dreistöckig sind. War schon witzig.

Abgesehen von dem Aldi ist Danville eine nette kleine amerikanische Stadt, die wohl den Tourismus für sich entdeckt hat, so aufgeräumt und schnuckelig wie es da aussah. Ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Das restliche Wochenende haben wir dann arbeitenderweise verbracht und ansonsten unsere erste selbstgemachte Lasagne hier im Amiland fabriziert. Der mittelalte Gouda fehlte ein wenig, aber ansonsten lecker wie immer!

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Regina Hannemann