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Die ersten Tage

Der Flug war ok, ausser, dass mir mal wieder am Ende des 2. Flugs schlecht geworden ist, aber das kennen wir ja mittlerweile schon. Wir sollten ab jetzt wirklich probieren nur noch nonstop-Flüge zu buchen. In Charlotte hatten wir überhaupt keine Probleme bei der Einreise, kein Mensch hat uns nach unserem Ticket gefragt, also hat auch keiner gemerkt, dass wir ein One-Way Ticket hatten.

In Knoxville am Flughafen haben uns dann Geri und Dan abgeholt. Geri hat sich eigentlich überhaupt nicht verändert. Und Dan ist echt gut drauf. Bei den beiden zu Hause warteten dann noch Helen und John auf uns, Geris Eltern. Sie waren extra eine Woche länger geblieben, um uns noch begrüssen zu können. Wir hatten also grossen Bahnhof hier.

An dem Wochenende hat sich dann herausgestellt, dass Geri und Dan keine Zeit haben, um uns nach Lexington zu bringen und haben uns kurzerhand Geris Van (Ford-"Bulli") geliehen. Da sich sowohl Geri als auch Dan gerade ein neues Auto gekauft haben und sie am überlegen waren, ob sie den Van nicht verkaufen, sind wir uns dann auch einig geworden, dass wir wahrscheinlich diesen Van kaufen werden, da dass genau die Sorte Auto ist, die wir uns hier zulegen wollten.

Geri und Dan haben uns dann schon jede Menge Sachen für unsere neue Wohnung gegeben: Teller, Tassen, Gläser, Besteck, Tupperschüsseln, Töpfe, Pfannen und jede Menge andere Küchenutensilien. Einen Toaster und einen Staubsauger besitzen wir auch schon. Dieses ganze Zeug und unsere Koffer und Taschen haben wir dann in den Van gepackt und sind nach Lexington gefahren. Die Gegend hier ist wirklich sehr schön! Berge, Wälder, Seen, jede Menge schöne Aussichten. Wenn man nach Lexington kommt wird es etwas anders, aber immer noch schön. Dort gibt es dann viele Wiesen und Felder, aber haupsächlich Wiesen.

Nach Lexington rein sind wir dann der Wegbeschreibung zum Hotel gefolgt, die Jens aus dem Internet gezogen hat. Kurz bevor wir ankamen, passierte es dann: Die Batteriespannung war weg. Also, haben wir schnell alles ausgemacht, was irgendwie Batterie verbraucht: Radio, Klimaanlage, Licht (es war noch hell genug). Die Batterie erholte sich dann kurzfristig, aber nicht lange. Wir haben es dann so gerade eben noch bis auf den Parkplatz von dem Hotel geschafft. Nichts zu sehen, nichts zu machen, das Auto war zunächst einmal tot. Aus irgendeinem Grunde konnten wir aus unserem Hotelzimmer heraus zunächst einmal nur Ortsgespräche führen. Daher konnten wir auch Geri und Dan nicht erreichen. Also haben wir zunächst mit unserem neuen Chef, Stephen, telefoniert. Der hat uns dann doch erst mal zum Flughafen in Lexington geschickt, das Mietauto abholen, das wir ja eigentlich schon gar nicht mehr haben wollten.

Abends sind wir dann noch einkaufen gefahren, was man hier ja auch Sonntags tun kann. Die notwendigsten Sachen wir Zucker, Tee, Milch sowie Spagetti und Zutaten für eine Bolognese wollten wir kaufen. Witzigerweise haben wir dann dort in dem Laden einen deutschen Studenten kennengelernt. Wir haben direkt mal email-Adressen ausgetauscht, ausserdem hat er uns ein paar Tips gegeben, wo und wie wir günstig einkaufen können.

Am nächsten Morgen sind wir dann zunächst einmal zur Uni gefahren, um unseren neuen Chef kennenzulernen. Der ist genauso nett, wie er am Telefon klang. Das Uni-Gelände sieht auch echt super aus. Wir werden die tage mal ein paar Fotos machen, um Euch die Uni zu zeigen.

Von der Uni aus haben wir dann auch erst mal Geri angerufen, um ihr von dem kaputten Auto zu erzählen.

Und dann begann unserere Irrfahrt durch die ameikanischen Behörden: Wir mussten zur E-Technik-Verwaltung, um Formulare auszufüllen. Dafür brauchten wir aber zunächst einmal ein Formular aus der Uni-Verwaltung. Also sind wir in die Uni-Verwaltung getapert und haben uns dort dieses I9-Formular geholt und sind zurück in die E-Technik. Dort stellte sich dann heraus, wir hätten das Formular in der Uni-Verwaltung ausfüllen und unterschreiben lassen müssen. Also zurück. Hier fragte man uns nach unserer Social-Security-Number. Haben wir natürlich nicht. Also sagt der gute Mann, kein Problem, da muss ich nur an dieser Stelle anrufen und nach eine vorläufigen Nummer fragen. Fein denken wir. Nach anderthalb Stunden ist an dem anderen Ende des Telefons immer noch kein Mensch erreichbar und wir kehren zunächst unverrichteter Dinge in die E-Technik-Verwaltung zurück, umd dort zu hören, ohne die Nummer und das I9-Formular können die dort gar nichts weiter machen. Also verabreden wir uns für den nächsten Tag.

Aber es ist ja nicht so, dass wir nichts zu tun hätten! Wir bekommen ein paar Tips wo wir Wohnungsanzeigen finden und welche Bank wohl ganz gut ist. Also zur Bank, weil ein Konto braucht der Mensch ja. Aber, auch ein Konto gibt es nur mit Social-Security-Number. Also eröffnen wir zunächst ein temporäres Konto, dass erst mit der Nummer ein echtes Konto wird. Na gut, denken wir uns, besorgen wir uns erst mal ein Handy, dann sind wir wenigstens erreichbar. Na, was glaubt ihr? Ohne Social-Security-Number kein Handy-Vertrag.

Also sind wir zurück ins Hotel und haben zunächst einmal den Mechaniker angerufen, den Stephen uns empfohlen hat. Der hat dann ein Abschleppauto organisiert und unser Auto abgeholt. Abends haben wir uns dann noch eine erste Wohnung angeguckt, aber die hat uns überhaupt nicht gefallen. Der Mechaniker rief auch noch an, die Lichtmaschine ist hin. Also, es bleibt uns ja sowieso nichts anderes übrig, lassen wir die Lichtmaschine wechseln.

Am nächsten Morgen haben wir an der Uni angerufen, aber immer noch keine Nummer. Also, Wohnungen angucken. Nach einigem hin- und herdiskutieren, beschliessen Jens und ich, dass wir doch lieber in eine Wohnung ziehen wollen, die in einer sogenannten Community liegt. Das sind dann mehrere Häuser in einem umzäunten Gebiet, die von einer Verwaltung betreut werden. Meistens gibt es dort einen Swimming-Pool, manchmal einen Volleyball- oder Tennisplatz und ähnliche Dinge.

Am Ende des Tages haben wir uns Wohnungen in 5 solcher Communities angeguckt, leider findet Jens eine andere Wohnung ganz toll als meine Lieblingswohnung.

Dann haben wir es noch einmal probiert an der Uni anzurufen. Immer noch keine Nummern für uns. Der Typ verspricht uns aber, dass wir am nächsten Morgen welche haben werden. Also kündigen wir uns für Dienstbeginn (halb acht) bei ihm an.

Dann fahren wir noch mal los und holen unser repariertes Auto wieder ab. Geri und Dan haben sich mittlerweile noch einmal gemeldet und uns gesagt, dass sie selbstverständlich die Kosten für die Reparatur übernehmen.

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Regina Hannemann